Sonntag, 2. September 2012

Bücher zu gewinnen

Liebe Leser,

dieser Sommer war lang und heiß, bei uns in Baden Württemberg bricht morgen die letzte Ferienwoche an, und auch privat gab es in meinem Leben einige Veränderungen. Nun wird hoffentlich langsam Ruhe einkehren, sodaß ich mich wieder mehr dem Schreiben widmen kann. 
Und da mir heute danach ist, habe ich beschlossen, mal wieder eine kleine Verlosung zu starten. Zu gewinnen gibt es diesmal zwei Taschenbuchausgaben meiner Kurzgeschichtensammlung "Und dennoch ist es Leben".

Natürlich müssen Sie dafür etwas tun, und da ich Rätsel liebe, habe ich einen meiner älteren Rätselkrimis herausgesucht, der ursprünglich mal für eine Illustrierte gedacht war. Am Schluß des Krimis gilt es eine Frage zu beantworten. Wenn Sie also Lust haben, an der Verlosung teilzunehmen, schicken Sie mir einfach die Lösung bis Samstag, 8. September per Mail zu. Unter allen richtigen Auflösungen wird meine kleine Glücksfee am darauffolgenden Sonntag die beiden Gewinner ziehen, selbstverständlich mit verbundenen Augen, sie nimmt ihre Sache immer sehr ernst. :)

Die Gewinner werden am Sonntag, 9. September, auf dieser Seite veröffentlicht und natürlich auch persönlich benachrichtigt.

Und hier kommt der Kurzkrimi, um den es geht:





Glück Auf

„So, da wären wir.“ Kommissar Weinrich bekam kaum noch Luft, als sie endlich das kahle Felsplateau erreichten.
Erwin Backhaus dagegen schien solche Wanderungen gewohnt zu sein. Trotz der Hitze hatte er darauf bestanden, einen schwarzen Anzug zu tragen. Weinrich betrachtete den Mann eingehend. Vorgestern, nach dem tragischen Unfall, hatte er ein anderes Bild geboten. Mit zerzausten Haaren war Backhaus aus dem Hubschrauber geklettert, staubig und verschwitzt; in einem seiner Schnürsenkel hatte sich ein wenig Gestrüpp verfangen, an seinem Hosenaufschlag klebte ein winziges weißes Blütenblatt. Und ständig hatte er den Namen seiner Frau gestammelt. Weinrich war kein Unmensch, deswegen hatte er die Begehung der Unglücksstelle auf heute verschoben.
„Also“, hob er gedehnt an. „Hier haben Sie die Rast eingelegt.“
Backhaus nickte. „Es war ein herrlicher Tag. Bis Maria dieses verfluchte Edelweiß entdeckte. Da oben, sehen Sie? Sie war ganz versessen darauf. Und hier wächst ja sonst weit und breit nichts mehr. Sie kletterte hinauf, und plötzlich rutschte sie ab. Ich konnte nichts tun.“ Schwer atmend schlug er die Hände vors Gesicht.
„Ich will ehrlich zu Ihnen sein“, sagte der Kommissar. „Ich habe in den letzten Tagen Erkundigungen über Sie eingezogen. Nachdem Ihre Frau dahintergekommen war, daß Sie seit Jahren ein Verhältnis hatten, stand Ihre Ehe vor dem Haus. Das hätte für Sie auch den finanziellen Ruin bedeutet, denn die Firma gehörte Ihrer Frau, ebenso wie das Haus und das Vermögen. Ich habe den Ehevertrag gelesen. Im Falle einer Scheidung hätten Sie nichts bekommen.“
Backhaus blinzelte in die Sonne. „Aber so war es doch gar nicht. Meine Frau wollte sich das mit der Scheidung noch einmal überlegen. Dieser Urlaub sollte eine Versöhnungsreise werden. Die zweiten Flitterwochen, wenn Sie so wollen.“
Weinrich überlegte einen Moment und zeigte nach oben, wo der kleine Edelweißstrauch silbrig-weiß aus einer Felsspalte emporwuchs. „Noch einmal. Ihre Frau kletterte dort hinauf, um eine der Blumen zu pflücken. Und Sie folgten ihr.“
„Nein!“ entgegnete Backhaus aufgeregt. „Ich kam gar nicht dazu. Alles ging viel zu schnell. Bevor ich mich von der Stelle gerührt hatte, sah ich sie auch schon abrutschen. Es war furchtbar.“
„Und danach?“ forschte der Kommissar weiter. „Nachdem sie abgestürzt war? Sind Sie da auf die Anhöhe geklettert? Vielleicht, um Ausschau nach ihr zu halten?“
„Ich bin doch nicht verrückt! Ich war nie dort oben!“ Backhaus bebte jetzt vor Erregung.
Der Kommissar winkte seine beiden Kollegen heran, die ein Stück weiter unten gewartet hatten.
„Dann, Herr Backhaus, kann ich leider nichts mehr für Sie tun“, entgegnete Weinrich. „Ich bin jetzt sicher, daß Sie Ihre Frau hinunter gestoßen haben. Und ich glaube, das kann ich auch beweisen.“

Meine Frage an Sie lautet: Wie konnte der Kommissar wissen, daß es kein Unfall war?

Und nun freue ich mich auf Ihre Antworten und wünsche einen schönen spätsommerlichen Abend.
Herzliche Grüße

Birgit Böckli

1 Kommentar:

  1. Liebe Katy,

    leider mußte ich Ihren Kommentar löschen, denn es sollen ja noch mehr Leser die Möglichkeit bekommen, die Lösung zu erraten, daher hatte ich darum gebeten, die Lösungen per Mail an mich zu senden. Ihre Antwort habe ich mir aber selbstverständlich notiert. Ich wünsche viel Glück bei der Verlosung und sende liebe Grüße
    Birgit Böckli

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