Donnerstag, 23. April 2015

Was dahintersteckt II

Ein weiser Mensch hat einmal gesagt, man solle als Autor am besten über ein Thema schreiben, von dem man auch etwas versteht. Nun teile ich diese Ansicht nur bis zu einem gewissen Grad, denn wer will schon immer über dasselbe Thema schreiben - oder schlimmer noch - immer dasselbe lesen? Trotzdem fand und finde ich den Gedanken recht spannend, ein paar autobiographische Details einzustreuen, was ich auch bei einigen meiner Geschichten getan habe.

Beispielsweise spielt eine meiner Kurzgeschichten mit dem Titel "Nach Feierabend" in einem Geschäft für Heimtextilien. Schon mehrmals wurde ich von Lesern darauf angesprochen, wie lebensecht die Umgebung in diesem Text doch beschrieben sei. Kein Wunder, denn genau in diesem Geschäft habe ich mehrere Jahre lang gearbeitet, allerdings trug es in Wirklichkeit einen anderen Namen, und einem mordenden Ungeheuer bin ich in dieser Zeit auch nicht begegnet. Die Räumlichkeiten aber, das Lager, das Büro und selbst die Probleme mit der Beleuchtung und dem Telefon entsprechen meiner Erinnerung.
Auch die Kollegin der Protagonistin hat es wirklich gegeben, und ja, sie war genauso nervig wie in der Geschichte beschrieben.

Allerdings hat sie uns damals unter weitaus erfreulicheren Umständen verlassen, als es die arme Sabine in meiner Geschichte tut. Und wer jetzt Lust aufs Lesen bekommen hat, "Nach Feierabend" ist in meiner kleinen Kurzgeschichtensammlung "Wunschlos tot" enthalten. :)

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